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Die Sprache Madagaskars

Aus lexikalischer Sicht laßen sich 90% des in der madagaßischen Sprache verwendeten Wortschatzes von den austronesischen Sprachen ableiten und sie gilt deshalb als von einer malaiisch-polynesischen Sprachfamilie abstammend; der restliche Wortschatz kommt aus Bantusprachen wie beispielsweise dem Swahili, dem Arabischen sowie dem Sanskrit und wird insbesondere für die Bezeichnung der Wochentage, des Tierbestandes und das Formulieren von Prophezeiungen verwendet... später wurden dann weitere Wörter aus dem Französischen, Englischen und Niederländischen entlehnt.


Ungeachtet der Unterschiede, die auf die verschiedenen Dialektmerkmale jedes der 18 Volkßtämme Madagaskars zurückzuführen sind, ist das „klaßische und offizielle“ Madagaßisch - der einheimische Dialekt des Volkßtammes der Merina aus dem Hochland, der auf Dekret des Königs Radama I nach Beratung mit britischen Mißionaren von denselben in die lateinische Schrift transkribiert worden war – weit verbreitet und wird von allen anderen Volkßtämmen auf der ganzen Insel Madagaskar verstanden. Beim Transkribieren des Dialekts des Merina-Volkßtammes und folglich der heutigen madagaßischen Sprache wurde folgendes Prinzip angewendet: Vokale wurden in Sprachen wie beispielsweise Lateinisch geschrieben und die Konsonanten dann wie im Englischen.


Französisch, ein Erbe der Kolonialisierung Madagaskars durch Frankreich, ist erste Fremdsprache, da sie die meistbenutzte bleibt und stark mit dem Behörden- und Bildungswesen Madagaskars verknüpft ist. Auf dem Land ist es schwieriger, Leute anzutreffen, die eine Fremdsprache, einschließlich Französisch, sprechen, mit Ausnahme der älteren Einwohner natürlich, die eine „französische“ Bildung mitmachten oder direkt oder indirekt in der Kolonialadministration dienten und für die die französische Sprache leider immer noch eine „Sprache des Befehlens“ ist.


Englisch wird zwar beliebter, insbesondere bei den jungen Leuten in großen Städten, kann jedoch die Bedeutung des Französischen nicht verdrängen.

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