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Die Religion Madagaskars


Das 19. Jahrhundert war Schauplatz eines Kommens und Gehens christlicher Mißionare auf Madagaskar. Der protestantische Glaube wurde als erste christliche Glaubenslehre in der religiösen Landschaft Staatsreligion auf Madagaskar. Mit dem wachsenden Einfluß und der kolonialen Vorherrschaft Frankreichs wurde dann der katholische Glaube Staatsreligion.


Ungefähr 45% der Madagaßen praktizieren den christlichen Glauben und das Verhältnis der Römisch-Katholiken und Protestanten ist fast paritätisch. Die große Mehrheit der Bevölkerung Madagaskars schließt den Ahnenkult in ihre Glaubensrichtungen mit ein; sie segnen ihre Toten in den Kirchen bevor sie dann die traditionellen Bestattungsriten abhalten. Es ist zudem üblich, zu einer traditionellen Totenumbettung, der Famadihana, den Pfarrer einer Kirche einzuladen. Bei einer Famadihana werden die Ahnen in einer ihnen gewidmeten Zeremonie geehrt und gefeiert; all dies ist Beweis für die Koexistenz von Christentum und Tradition. Muslimische Gemeinden gibt es auf Madagaskar ebenfalls. Man findet sie hauptsächlich im Westen und Norden Madagaskars und insbesondere in der Stadt Mahajanga im Westen gibt es einen starken komorischen und indo-pakistanischen Einfluß während in der nördlichen Provinz Antsiranana der Islam vom König des Antakarana-Volkßtammes im Anschluß an eine Allianz mit dem König von Sansibar als Staatsreligion eingeführt worden war.


In der madagaßischen Bevölkerung koexistieren also die Religionen der Moderne und der traditionelle Ahnenkult in perfekter Synergie als ein Spiegelbild der ursprünglichen Besiedlungsvielfalt Madagaskars und der Akzeptanz des tief eingewurzelten Unterschieds eines jeden Volkßtammes.

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