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Malaria
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Malaria


Malaria ist eine Krankheit, die durch einen einzelligen Parasiten der Gattung Plasmodium hervorgerufen wird. In Madagaskar wird Malaria durch den allgegenwärtigen Erreger Plasmodium falciparum verursacht, der durch den Stich einer infizierten weiblichen Anopheles-Stechmücke auf den Menschen übertragen wird. Charakteristische Merkmale von Malaria sind Fieber, Schüttelfroste und grippeähnliches Unwohlsein, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie) und Unpäßlichkeit. Diese Symptome treten meist in zeitlichen Abständen auf. Ein unkomplizierter Krankheitsverlauf kann mit Anämie und Gelbsucht verbunden sein. Wenn Malaria unbehandelt bleibt, kann sie ernste Komplikationen wie Krämpfe, Verwirrtheit, Nierenversagen, akutes Atemnotsyndrom und Koma verursachen und zum Tod führen. Malariasymptome können schon 7 Tage, normalerweise spätestens 14 Tage, nach Exposition auftreten, in gewißen Infizierungsfällen können die Symptome aber auch erst mehrere Monate nach Verlaßen eines Malaria-endemischen Gebiets auftreten. Reisenden auf Madagaskar oder solchen, die aus Madagaskar zurückkehren und Malariasymptome zeigen, wird geraten, so rasch wie möglich einen Arzt aufzusuchen. Jede Person, bei der grippeähnliches Unwohlsein auftritt, auch Monate nach der Rückkehr aus Madagaskar, sollte immer die Möglichkeit einer Malariaerkrankung in Betracht ziehen und medizinische Hilfe suchen und ihren Arzt oder ihre ärztin über die kürzlich stattgefundene Reise nach Madagaskar, einer Malaria-endemischen Insel, informieren.


Präventionsmaßnahmen für Reisende


Obschon manchmal tödlich, kann Malaria wirksam verhindert und geheilt werden. Die Malariaprävention besteht aus einer Kombination von Maßnahmen zur Vermeidung von Moskitostichen und Chemoprophylaxe.


1.- Maßnahmen zur Vermeidung von Moskitostichen


Anopheles-Stechmücken haben ein nächtliches Freßverhalten und können Malaria zwischen Einbruch der Dunkelheit und der Morgendämmerung übertragen. Bei Aufenthalten im Freien während dieser Zeit wird den Reisenden empfohlen, ein wirksames Anti-Moskito-Mittel zu verwenden, lange Hosen und langärmelige Bekleidung zu tragen. In den Hotelzimmern befinden sich entweder Bett-Moskitonetze oder ein pyrethroidhaltiges Insektenspray gegen fliegende Insekten. Auch als wirksam erwiesen hat sich das Einschalten der Klimaanlage zum Herunterkühlen der Raumtemperatur.


2.- Chemoprophylaxe


Unter den bekanntesten und am meisten empfohlenen Medikamenten für primäre Chemoprophylaxe-Behandlungen sind zu nennen Atovaquone/Proguanil (Malarone), Doxycycline (viele Markennamen und Generika) und Primaquine. Bitte beachten Sie, daß diese Liste nur Informationszwecken dient und Reisende sich auf jeden Fall von ihrem Arzt oder ihrem Gesundheitsdienst beraten laßen sollten, da diese Medikamente je nach Person bekannterweise Nebenwirkungen haben können. Mefloquine (Lariam) jedenfalls haben wir nicht in die Liste aufgenommen, da viele Reisende sehr schlechte Erfahrungen mit diesem Medikament gemacht haben.


Madagaskar ist ein Malaria-endemisches Land mit Resistenz gegen den Wirkstoff Chloroquin. Denken Sie dennoch bitte daran, daß in abgelegenen Gegenden unter Umständen Chloroquin das einzige erhältliche Medikament ist. Da die Verwendung des gleichen Medikaments zur Prophylaxe und als Therapeutikum nicht empfohlen wird, sollten Reisende, die sich in sehr abgelegene Gegenden Madagaskars begeben, mit ihrem Arzt ein prophylaktisches Medikament zur Selbstbehandlung für den Notfall prüfen; viele der oben aufgelisteten Medikamente sind in Madagaskar unbekannt. Reisende sollten auch darauf aufmerksam gemacht werden, daß die Selbstbehandlung einer möglichen Malariainfektion nur eine vorübergehende Maßnahme ist und eine medizinische Abklärung zwingend erforderlich ist, sei es in Madagaskar oder nach der Heimkehr.


Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß keine der empfohlenen Malariapräventionen zu 100% wirksam ist. Es ist deshalb äußerst wichtig, daß Reisende ihren Arzt über die Reise nach Madagaskar informieren, sollten Symptome der Malaria-Erkrankung oder grippeähnliches Unwohlseine auftreten, selbst Monate nach der Heimkehr.

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